Individuell entworfene Anlagen zur Rohstoffaufbereitung

Sand, Kies, Mineralien und Erze sind wertvolle Rohstoffe. Die Förderung und Aufbereitung dieser Rohstoffe wird durch den langfristig steigenden Ressourcenbedarf weltweit immer wichtiger. Um eine optimale Nutzung der Vorkommen zu erreichen, werden unsere Anlagen individuell auf die jeweiligen Gegebenheiten und Erfordernisse zugeschnitten.

Weltweit setzen Produzenten von Sand, Kies, Mineralien und Erze auf Anlagen von Schauenburg MAB. Sie zeichnen sich durch sehr genaue Endprodukte, minimale Materialverluste, geringen Wasser- und Energieverbrauch, einfache Bedienung und niedrige Instandhaltungskosten aus.

Unsere Sortiergeräte entfernen Leichtstoffe wie Holz oder Kohle zuverlässig aus dem Rohmaterial. So kann die Herstellung von z. B. Beton-, Glas- und Quarzsand mit hoher Qualität gesichert werden. In zahlreichen bestehenden Sandaufbereitungsanlagen werden unsere Komponenten nachgerüstet.
Unsere Anlagen dienen als Vorstufe zur Erzaufbereitung. In einem ersten Schritt werden die geförderten Erze gewaschen, klassifiziert und nach ihrem spezifischen Gewicht sortiert. Dies führt zu einer deutlichen Reduzierung der Betriebskosten in den nachfolgenden Prozessstufen. Außerdem werden weniger Chemikalien für die Weiterverarbeitung der vorbehandelten Rohstoffe benötigt.

Als eines der führenden Unternehmen in der nassmechanischen Aufbereitung von Erzen und Mineralien liefert Schauenburg MAB komplette Anlagen in alle Teile der Welt, darunter z. B. eine Aufbereitungsanlage für uranhaltige Sande nach Namibia sowie eine Aufbereitungsanlage für Kupfererze in den an Bodenschätzen reichen Kongo (DRC).

Dabei erfüllen wir als verlässlicher Partner die höchsten Qualitätsansprüche unserer Kunden mit großer verfahrenstechnischer Erfahrung, genau optimierten Prozessen und zuverlässiger Betreuung vor Ort.

Alle für einen Aufbereitungsprozess benötigten Komponenten werden von uns in besonders hochwertiger Qualität angeboten. Die Schauenburg MAB bietet spezialisierte und individuelle Lösungen für Dichte-Sortierungen bei gleichzeitiger Klassierung im Bereich Mining an. Die Anwendungsbereiche umfassen dabei Kupfer-Aufbereitung sowie Uran- und Diamanten-Anreicherung.

Diese Lösungen arbeiten in einem feinen Trennbereich ( < 1mm) und können als direktes Konkurrenzprodukt von Klassiersiebmaschinen verstanden werden. Die Arbeit mit Dichte-Unterschieden bietet gegenüber der reinen Klassierung den Vorteil, dass ein erhöhtes Ausbringen des Wertstoffs erfolgt. Mit unseren Kernkomponenten Hydrosort 1 und Hydrosort 2 kann dabei ein großes Optimierungspotential erreicht werden.

Die Produktpalette der Schauenburg MAB reicht von Schwertwäschen, die agglomeriertes Material in einer ersten Prozessstufe aufbrechen, bis zu Eindickern, die feinste Partikel aus dem Waschwasser trennen. Unsere Kreiselpumpen sind auf Basis jahrelanger Erfahrung baustellengerecht konstruiert und durch eine austauschbare verschleißfeste Auskleidung in Form von Linatex®-Naturgummi besonders robust.

Separieren und Entwässern

In der Nassaufbereitung mineralischer Stoffe werden bewährte Verfahren angewandt, um Feststoffe von einer Flüssigkeit zu trennen. Dabei kann es sich sowohl um Wasser als auch eine im Tunnelvortrieb übliche Stützflüssigkeit (Betonitsuspension) handeln.

Bei der Entwässerung handelt es um die Reduzierung der Restfeuchte im Feststoff. Die Entwässerungsleistung hängt grundsätzlich vom Kornaufbau ab. Das Entwässern der körnigen Fraktionen erfolgt durch Feststoff-Aufkonzentration in MAB Hydrozyklonen Typ AT. Mithilfe der Taschen-Funktion werden Restfeuchten von bis zu 30 % erzielt. Eine weitreichendere Entwässerung von einem Restfeuchtegrad von bis zu 14 % ist durch den Einsatz von MAB Schwingentwässerern möglich.

Durch die weitgehende Entwässerung der abgeschiedenen Feststoffe werden die Bentonitverluste minimiert.

Klassieren

Klassierprozesse in der Nassaufbereitungstechnik werden als „Stromklassieren“ bezeichnet. Die Maschinen und Geräte aus dem MAB-Programm decken sowohl die Turbulente Querstromhydroklassierung als auch die Gegenstromklassierung ab.

Die MAB Hochleistungs-Hydrozyklone werden in feinkörnigen bis hin zu ultrafeinkörnigen Bereichen eingesetzt, welche eine besonders hohe Beschleunigung für die Klassierung voraussetzt. Die MAB Hochleistungs-Hydrozyklone werden aus einer hochwertigen Polyurethan-Mischung gegossen, die sich gegen Abrasion als sehr beständig erwiesen hat. Für Einsatzfälle mit einem noch höheren Anspruch an die Verschleißeigenschaften haben wir hochwertige Keramik-Zyklone im Programm.

Die Durchsätze der Hochleistungs-Hydrozyklone liegen im Bereich zwischen 0,5 bis 120m3/h. Für den sandigen Bereich stehen stahlgummierte MAB Hydrozyklone zur Verfügung; die mit einer Aufgabenmengen 15 bis 1000 m³/h arbeiten können.

Die besonders verschleißbeständige LINATEX® Naturgummi-Auskleidung gewährleistet hohe Standzeiten.

Waschen

Der Einsatz von Ein- und von Doppelwellen-Schwertwäschen gewährleistet einen optimalen Wascheffekt. Durch den Eintrag von kinetischer Energie werden Schlammpartikel, die an mineralischen Kornoberflächen anhaften, gelöst. Dieser „Reibungsprozess“ erfolgt effektiv nur in einer hohen Feststoffkonzentration.

MAB Schwertwäschen werden im Leistungsbereich von 10 bis 330 t/h geliefert.

Für das Auswaschen von abschlämmbaren Bestandteilen werden Spezial-Hydrozyklone oder Hydrosort®l- Apparate eingesetzt. Der Hydrosort®l ermöglicht eine sehr intensive Entschlämmung der Fraktion 0 bis 4 mm. Hierbei wird im Gegenstrom Wasser von unten zugeführt und mittels autogen erzeugtem Wirbelbett werden die abschlämmbaren Bestandteile ausgespült. Die Durchsatzleistungen der Geräte liegen zwischen 2 und 140 t/h.

In der mechanischen Verfahrenstechnik werden in einem weiteren Schritt Standardmaschinen zur Reduzierung der End- bzw. Restfeuchte von Feststoffen und zur Trennung von Feststoff- Flüssigkeitsgemischen eingesetzt.

Eindicken

In der Nassaufbereitung von mineralischen Stoffen wir das Waschwasser im Kreislauf gefahren. Die Wasserverluste, die sich aufgrund der Restfeuchte im Wertprodukt ergeben, werden durch Frischwasser ergänzt. Die Anlagen der Schauenburg MAB gewährleisten möglichst geringe Wasserkreisläufe und ermöglichen so eine energieeffiziente Betriebsweise.

Die im Waschwasser schwebenden Feinstpartikel werden in sogenannten Schwerkraft-Rundeindickern durch Absetzen komprimiert. Das feststofffreie Klarwasser wird am Überlauf zurückgewonnen und kann so wieder in den Kreislauf eingeleitet werden.
Die Größe des Eindickers wird bestimmt durch die Aufgabemenge und die Feststoff-Absetzgeschwindigkeit. Diese kann durch die Konzentration und Zugabemenge von Flockungsmitteln beeinflusst werden.

Ein im Zentrum angeordnetes Krählwerk verhindert durch langsame Drehbewegungen das Absetzen der Feststoffe. Die Krählarme des Krählwerks bilden Kanäle in der Kompressionszone. Dadurch wird Wasser freigesetzt und entweicht in die Klärzone.

MAB Eindicker werden in Stahlausführung als freistehende Konstruktion mit Innenbeschichtung geliefert.

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Marcel Mertsch

Projektingenieur Verfahrenstechnik

Martin Bunzel

Bereichsleiter Umwelt und Recycling